22.01.2026
Autor: Daniela Wechsler
Gamification wird oft als spielerisches Extra verstanden, dabei kann sie ein wirkungsvoller Hebel für Engagement und Leadgenerierung sein, wenn das Ziel klar definiert ist. Am Beispiel von acrevis zeigen wir, wie Gamification nicht als Selbstzweck, sondern als ergebnisorientierter Ansatz eingesetzt wurde. Ziel war es zudem, acrevis als sympathische Marke erlebbar zu machen und aktiv mit Passant:innen in Kontakt zu treten. Das Game dient auch künftig als Publikumsmagnet, Leadgenerator und Gesprächsanlass mit potenziellen Neukund:innen.
Gamification beginnt mit einem klaren Ziel.
Gamification entfaltet ihre Wirkung nicht durch Punkte oder Badges sondern durch ein klar definiertes Ziel. Zu Beginn des Projekts mit acrevis stand deshalb die Frage im Zentrum, welche Wirkung an relevanten Touchpoints wie dem Point of Sale (POS) erzielt werden soll und wie daraus echte Interaktion entsteht. Ziel war es, acrevis als sympathische Marke erlebbar zu machen, aktiv mit Passant:innen zu interagieren und auf einfache Weise Leads zu generieren. Diese Klarheit ermöglichte es, Gamification gezielt als Werkzeug einzusetzen, nämlich als Publikumsmagnet und Gesprächseinstieg mit nachhaltigem Mehrwert.
Von ersten Ideen zu konkreten Gamification-Ansätzen.
Auf Basis der definierten Ziele entwickelte jls erste Gamification-Ideen intern. In einem gezielten Brainstorming wurden mögliche Ansätze gesammelt, bewertet und zu konkreten Vorschlägen verdichtet. Diese Ideen wurden anschliessend den Kund:innen präsentiert und gemeinsam weitergedacht. Der Fokus lag dabei nicht auf einem komplexen Konzept, sondern auf realistischen, umsetzbaren Elementen, die den Nutzer:innen einen echten Mehrwert bieten. Dieser pragmatische Ansatz ermöglichte es, schnell Klarheit zu schaffen und Gamification greifbar zu machen.
Ein zentraler Mehrwert der Gamification bei acrevis liegt im unmittelbaren Erlebnis. Das Rennen der Miro-Schafe, den Maskottchen von acrevis, funktioniert intuitiv und ohne lange Erklärungen. Teilnehmende verstehen sofort, worum es geht, fiebern mit und werden aktiv eingebunden. Der spielerische Wettkampf schafft Aufmerksamkeit, weckt Emotionen und sorgt dafür, dass Passant:innen stehen bleiben. Gamification übernimmt hier nicht die Rolle eines Navigationssystems, sondern eines Erlebnisses, das Nähe schafft und die Marke sympathisch und zugänglich erlebbar macht.
Das Miro-Schaf als digitales Marken-Asset.
Für das Miro-Schaf-Rennen wurde das acrevis-Maskottchen als 3D-Animation aufbereitet. Dadurch entstand nicht nur ein zentrales Element für das Spiel, sondern ein digitales Marken-Asset mit Zukunft. Das Miro-Schaf kann auch über das Game hinaus für weitere digitale Botschaften, Erlebnisse oder interaktive Formate eingesetzt werden. So wurde aus einer einzelnen Gamification-Idee ein vielseitig nutzbares Element, das die Marke langfristig stärkt und konsistent erlebbar macht.
Gamification gezielt für Leadgenerierung nutzen.
Neben der Interaktion war auch die Leadgenerierung ein zentrales Ziel des Miro-Schaf-Rennens. Das Spiel diente als natürlicher Gesprächseinstieg und senkte die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme. Teilnehmende identifizierten sich mit «ihrem» Miro-Schaf und konnten kleine Give-aways gewinnen. Wer seine Kontaktdaten hinterliess, qualifizierte sich zusätzlich für einen der drei Hauptgewinne. So wurde aus Aufmerksamkeit ein persönlicher Kontakt und aus dem Spiel ein wirkungsvoller Publikumsmagnet zur Leadgenerierung.
Warum Gamification nur mit Fokus funktioniert.
Das Projekt mit acrevis zeigt deutlich: Gamification wirkt nur dann nachhaltig, wenn sie fokussiert eingesetzt wird. Statt möglichst vieler Spielmechaniken stand ein klar definiertes Ziel im Mittelpunkt. Jede Idee musste einen konkreten Zweck erfüllen, sei es Aufmerksamkeit zu erzeugen, Interaktion zu fördern oder Leads zu generieren. Diese konsequente Fokussierung sorgte dafür, dass das Miro-Schaf-Rennen klar, zugänglich und als glaubwürdiges Markenerlebnis wahrgenommen wurde.
Fazit: Gamification wirkt, wenn das Ziel klar ist
Gamification ist kein Selbstzweck, sondern ein wirkungsvoller Hebel, wenn der Fokus stimmt. Das Beispiel acrevis zeigt, wie mit klaren Zielen, pragmatischen Ideen und einem spielerischen Erlebnis Engagement aufgebaut und Leadgenerierung unterstützt werden kann. Richtig eingesetzt wird Gamification so zum strategischen Hebel, sowohl für Nutzer:innen als auch für Unternehmen.
FAQs.
Was ist Gamification am POS und wie unterscheidet sie sich von klassischer Werbung?
Gamification verwandelt Markenbotschaften in echte Erlebnisse. Gamification am POS bezeichnet den Einsatz spielerischer Elemente direkt am Point of Sale oder Point of Experience, um Kund:innen aktiv einzubinden. Im Gegensatz zu klassischer POS-Werbung, die primär passiv wahrgenommen wird, setzt Gamification auf Interaktion, Beteiligung und Erlebnis. Markenbotschaften werden nicht nur gesehen, sondern erlebt, und zwar genau dort, wo Kaufentscheidungen getroffen werden.
Für welche Einsatzbereiche eignet sich Gamification am POS besonders?
Gamification am POS eignet sich besonders für Retail & Banking, aber auch generell bei Markenflächen, Messen, Events, Pop-up-Stores und Promotions. Überall dort, wo Marken mit Kund:innen physisch in Kontakt treten, kann Gamification Aufmerksamkeit bündeln und Erlebnisse schaffen. Besonders effektiv ist sie bei Produkteinführungen, Sales-Aktionen und Markenaktivierungen, bei denen schnelle Interaktion und hohe Sichtbarkeit entscheidend sind.
Welche Gamification-Umsetzungen funktionieren am POS besonders gut?
Am POS funktionieren vor allem kurze, intuitive und niedrigschwellige Spiele, zum Beispiel Instant-Games und Gewinnspiele wie Slot Machine, Glücksrad oder Dropper Games (Auffangspiel), Challenges mit direktem Sofortgewinn wie Rabatte oder Give-aways und Quiz-Formate zur spielerischen Produkt- oder Wissensvermittlung. POS-Gamification muss ohne Erklärung funktionieren und sich nahtlos in den Einkaufsfluss integrieren.
Willst du Beispiele sehen? Hier zu unseren Referenzen.
Welche konkreten Ziele lassen sich mit Gamification im Marketing erreichen?
Diese Zielsetzungen lassen sich sowohl für Awareness- als auch für Performance Marketingkampagnen messen und optimieren: Steigerung des Engagements wie längere Verweildauer und mehr Interaktionen, qualifizierte Lead-Generierung via Formular oder Opt-in Optionen, höhere Konversionsraten bei Aktionen oder Promotions und stärkere Markenbindung mit mehr Wiederholungskäufen.
Wie aufwendig ist die Umsetzung von Gamification am POS?
Der Aufwand für Gamification am POS ist in der Regel geringer, als viele erwarten. Dank modularer Konzepte und erprobter Mechaniken lassen sich Kampagnen effizient planen, ausrollen und betreiben. Entscheidend ist eine klare Zieldefinition sowie ein frühzeitiger Abgleich mit technischen und räumlichen Gegebenheiten vor Ort. So entsteht eine wirkungsvolle Aktivierung ohne unnötige Komplexität oder lange Vorlaufzeiten.
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Referenz acrevis: Miro-Schaf-Rennen